Wie liest man die Preisentwicklung im Diagramm?
Fig. 1 zeigt den Median-Preis pro GB der Desktop-Kits auf Lager, ein Punkt pro wöchentlicher Prüfung. Der Preis pro GB macht ein 16GB Kit mit einem 64GB Kit vergleichbar, und der Median sorgt dafür, dass ein einzelnes Ausreißerangebot die Linie nicht verschiebt. Den Hintergrund zur Speicherkrise erklärt die Seite RAMageddon: die RAM-Krise.
Unsere Messreihe ist noch jung. Solange zu wenige Wochen vorliegen, zeigen die Notizen beim Trend "noch nicht gemessen". Danach lässt sich auf einen Blick ablesen, ob der Markt weiter steigt, stagniert oder dreht.
Wer ein bestimmtes Kit sucht, schaut auf die Einzelwerte. Veränderung über 4 Wochen bei 32GB DDR5: noch nicht gemessen. Bei 64GB DDR5: noch nicht gemessen. Die aktuellen Angebote stehen auf den Seiten 32GB RAM Preise, 64GB RAM Preise und DDR5 RAM Preise.
Was geschah vor dem Start unserer Messung?
Die Preiswelle begann 2025, lange vor unserer ersten Prüfung. Deshalb hier die externen Zahlen mit Quelle. Laut TrendForce kostete der Referenzchip DDR4 1Gx8 3200MT/s am Spotmarkt in der Woche vom 24. September 2025 im Schnitt rund 5,95 US-Dollar, am 20. Oktober 2026 rund 46,36 US-Dollar. Die Vertragspreise für konventionellen DRAM legten laut TrendForce im ersten Quartal 2026 um etwa 93 bis 98 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu.
Im Handel kam das zeitversetzt an. Vertragspreise handeln Hersteller und Großkunden meist pro Quartal aus, Spotpreise entstehen im freien Handel, und Ladenpreise folgen beiden mit Wochen bis Monaten Verzögerung. Für die Eurozone meldete ComputerBase für August 2026 ein Plus von 345 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wiedergegeben von TechPowerUp. In den USA lagen DDR5 Kits laut PCPartPicker-Daten, ebenfalls über TechPowerUp, im August 2026 je nach Kit 372 bis 485 Prozent über dem Vorjahr.
Diese Zahlen messen etwas anderes als unser Median. Sie zeigen die Größenordnung, gehören aber nicht an unsere Kurve angehängt. Warum es so weit kam, steht unter Warum ist RAM so teuer.
Veränderung des DDR5 Preises pro GB seit 13. Oktober 2026: noch nicht gemessen. Diese Zahl misst nur die Zeit seit unserem Messbeginn, nicht den Anstieg davor.
Wie geht es mit den RAM-Preisen weiter?
Darüber sind sich die Quellen nicht einig. TrendForce erwartet für das vierte Quartal 2026 bei konventionellem DRAM um 10 bis 15 Prozent höhere Vertragspreise als im Vorquartal. Micron-Chef Sanjay Mehrotra sagte am 30. September 2026, die Nachfrage werde das Angebot 2027 und 2028 übersteigen. Acer-Chef Jason Chen rechnet dagegen damit, dass PC-Preise in der ersten Hälfte 2027 ihren Höhepunkt erreichen und danach nachgeben.
Für den Kauf heißt das: Wer jetzt Arbeitsspeicher braucht, vergleicht den Preis pro GB in der Tabelle und wartet nicht auf eine Wende, die niemand sicher vorhersagt. Mehr zum bisherigen Verlauf unter RAM Preise steigen, die Prognosen im Detail unter RAM Preisprognose.